Freiwilligendienste im Dialog
Aus einem Seminarraum dringt Gelächter, nebenan wird konzentriert diskutiert, an Pinnwänden heften Skizzen, in einer Ecke studiert eine Gruppe einen Tanz ein – in den vergangenen Wochen haben die Zwischenseminare der LKJ SH e.V. stattgefunden.
In beratenden Einzelgesprächen und kollektiven Austauschrunden wurde spürbar, wie sehr diese Phase von Aufbruch geprägt ist: Manche Teilnehmenden wissen bereits genau, wohin es sie zieht, andere tasten sich noch voran, probieren Gedanken aus, lassen Möglichkeiten nebeneinanderstehen. Ein Freiwilligendienst eröffnet Einblicke in kulturelle, politische oder bildungsbezogene Arbeitsfelder, stärkt Selbstvertrauen und Verantwortungsbewusstsein und schafft Räume, in denen junge Menschen Interessen vertiefen und neue entdecken können. Nicht selten entstehen so erste berufliche Perspektiven – oder zumindest ein klareres Gefühl dafür, was man möchte und was vielleicht auch nicht.
Damit dieser Weg der individuellen Entwicklung möglich bleibt, braucht es einen verlässlichen strukturellen Rahmen. Die im Editorial beschriebene Herausforderung des weitestgehend ausbleibenden Abiturjahrgangs stellt die Freiwilligendienste in Schleswig-Holstein vor besondere Aufgaben. Es geht darum, die Qualität und Vielfalt der Einsatzstellen zu sichern und zugleich deutlich zu machen, welche Chancen ein Freiwilligendienst bietet.
Dies gelingt nur im engen Zusammenspiel zwischen uns als Träger, den Einsatzstellen, unseren amtierenden und ehemaligen Freiwilligen sowie Multiplikator*innen aus Kultur und Politik. Wir haben Sharepics gestaltet, die gerne in sozialen Medien verbreitet werden dürfen. Jedes begonnene Gespräch über die Möglichkeiten eines Freiwilligendienstes trägt dazu bei, junge Menschen zu erreichen, die vielleicht noch gar nicht wissen, dass dieser Weg für sie infrage kommt.
Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Freiwilligendienste in Schleswig-Holstein auch unter veränderten Rahmenbedingungen ein Ort für Orientierung, Engagement und kulturelle Bildung bleiben. |